Podiumsdiskussion

12.10.2007

Nach oben
Weihnachten mit Herz
Einladung Weihnachten 2007
Pressemitteilung
NCL Stiftung
Tag des Ehrenamtes 2007
Advent der AWO Billstedt
2. Hamburger Filmfestival
Schnupperwahl 2008
Podiumsdiskussion
Fastenbrechen 2007
Ballonaktion

 

 

Bericht von der Podiumsdiskussion am 10.10.2007

 im Kulturpalast Billstedt

zum Thema: Altspülfeld Kirchsteinbek

 

 
 

Etwa 200  Billstedter Bürger sowie einige Gäste aus anderen Stadtteilen nahmen an der Podiumsdiskussion zum Thema Schlickdeponie in Kirchsteinbek teil. Der Andrang in den Kulturpalast war so groß, dass die Mitarbeiter des Kulturpalastes Schwierigkeiten hatten für ausreichend Sitzgelegenheiten zu sorgen. Viele mussten leider stehen. Ein Dank an dieser Stelle an den Kulturpalast und seine Mitarbeiter für die hervorragende Abwicklung dieser spannenden Veranstaltung.  

Eröffnet wurde die Podiumsdiskussion durch den Vorsitzenden des  Bürger- und Kommunalvereins Billstedt Herrn Petersen, dessen Verein als Gastgeber der Veranstaltung fungierte.

Jeder der Podiumsteilnehmer bekam von der Moderatorin Kerstin Michaelis (freie Journalistin) die Gelegenheit zu einer Eingangsstellungnahme zum Thema neue Schlickdeponie in Kirchsteinbek. An dieser Stelle auch ein Dank an Frau Michaelis für die souverän moderierte Veranstaltung.

Herr Heinz Glindemann (HPA, Leiter Strombau) zeigte sich erfreut am großen Interesse an der Veranstaltung und wies daraufhin, dass die HPA noch keine konkreten Pläne bezüglich einer Schlickdeponie auf dem Altspülfeld Kirchsteinbek habe. Diese würde zum gegenwärtigen Zeitpunkt lediglich eine mögliche Option darstellen.  

Frau Maren Jonseck-Ohrt  (BUND Hamburg) wies auf die Altlast des Altspülfeldes Kirchsteinbek  und  die Gefahr hin, die für das Grundwasser und die umliegenden Gewässer bestünde, wenn eines Tages begonnen wird, einen bis zu 28 m hohen Schlickberg auf dem Altspülfeld aufzuschütten. Die Tatsache, dass das Gebiet des Altspülfeldes Teil eines Landschaftsschutzgebietes ist und gegenwärtig eine schützenswerte Tier und Pflanzenwelt auf diesem Gelände vorhanden ist, sind weitere Argumente gegen die Einrichtung einer Schlickdeponie.  

Herr Prof. Dr. Günther Miehlich (Institut für Bodenkunde der Universität Hamburg) präsentierte alle wissenschaftlichen Erkenntnisse, die über das Altspülfeld Kirchsteinbek gegenwärtig vorliegen und stellte folgende Prognose:  

  Die geplante Schlickdeponie behebt das Problem kontaminierter oberflächennaher Sedimente

  Auf längere Sicht vermindert die geplante Schlickdeponie die Aussickerung kontaminierter Sickerwässer. Es ist aber während und einige Zeit nach dem Bau mit einer Aussickerung von Porenwasser durch die Auflast zu rechnen.

    Die Einrichtung der Deponie scheint mir ohne eine erhebliche Verbesserung der Standfestigkeit des bestehenden Spülfeldes nicht möglich.

  Die Entfernung der bestehenden Vegetation stellt  einen Eingriff im Sinne des Naturschutzgesetzes dar. Angesichts der langen Bauzeit scheint mir die frühzeitige Durchführung von Ersatzmaßnahmen erforderlich. Neben Maßnahmen in Billstedt eignen sich das nahe gelegene Naturschutzgebiet Boberger Niederung in besonderem Maße dafür.

Herr Herbert Bremer (Leiter Referat Bodenschutz/Altlasten der BSU) bestätigte die Ausführungen von Herrn Prof. Miehlich und wies daraufhin, dass bei der aktuellen Nutzung (Brache) aus Gefahrenabwehrgründen keine Sanierung notwendig ist. Die Schutz- und Beschränkungsmaßnahmen (Betretungsverbot) und eine Grundwasserüberwachung sind ausreichend. Vor Realisierung einer anderen Nutzung (z.B. Naherholung) wären jedoch Rekultivierungs- oder weitere Sicherungsmaßnahmen (z.B. Abdeckung) erforderlich. Das ständige Grundwassermonitoring zeigt, das gegenwärtig kein akuter Handlungsbedarf für eine Sanierung des Spülfeldes vorliegt. (Geändert am 20.10.2007 auf Wunsch der BSU)

Sowohl Markus Schreiber als auch Werner Danziger wiesen daraufhin, dass das Ganze im Widerspruch zum Konzept des Entwicklungsraumes Billstedt/Horn steht. Sowohl Markus Schreiber als auch Werner Danziger wiesen daraufhin, dass das Ganze im Widerspruch zum Konzept des Entwicklungsraumes Billstedt/Horn steht. Sowohl Markus Schreiber als auch Werner Danziger wiesen daraufhin, dass das Ganze im Widerspruch zum Konzept des Entwicklungsraumes Billstedt/Horn steht. Sowohl Markus Schreiber als auch Werner Danziger wiesen daraufhin, dass das Ganze im Widerspruch zum Konzept des Entwicklungsraumes Billstedt/Horn steht. Sowohl Markus Schreiber als auch Werner Danziger wiesen daraufhin, dass das Ganze im Widerspruch zum Konzept des Entwicklungsraumes Billstedt/Horn steht.

Nach dieser Eingangsrunde, hatte Herr Glindemann von der HPA die Gelegenheit noch einmal die Planungen bezüglich der Schlickdeponie Kirchsteinbek vorzustellen.

In seinem Vortrag versicherte er mehrfach, wie viel gutes für Billstedt bei diesem Projekt doch abfallen würde. Ein saniertes Altspülfeld mit einem Naherholungsgebiet wäre doch das Ergebnis der Bemühungen der HPA. Dass dieses Naherholungsgebiet  erst in einer fernen Zukunft für die Billstedter zur Verfügung stehen wird, wurde von ihm jedoch nicht direkt erwähnt. Stattdessen wurde von ihm angekündigt, dass das Altspülfeld demnächst nicht mehr so frei zugänglich sein soll, wie es gegenwärtig der Fall ist, damit eine Gefährdung von Menschen in Zukunft ausgeschlossen ist.

Zur Demonstration welch hochwertiges Material, der Abfall der METHA-Anlage darstellt, welcher ja auf dem Altspülfeld deponiert werden soll, hatte die HPA drei Eimer mit diesem hochwertigen Material mitgebracht. Es wurde darauf hingewiesen, dass dieses Material deutlich weniger belastet ist, als der Schlick der auf dem Altspülfeld gelagert ist. Man vergaß aber mal wieder zu sagen, dass dies immer noch so giftig ist, dass es wie geplant in der neuen Deponie auf dem Altspülfeld eingelagert werden muss und nicht ohne weiteres für beliebige Baumassnahmen verwendet werden kann. Obwohl das Altspülfeld Kirchsteinbek zur Deponierung des METHA-Abfalls ja angeblich nur eine Option ist, wurde auf Alternativen zu keinem Zeitpunkt des Vortrages und auch während der Veranstaltung eingegangen. Die von der HPA verteilten Hochglanzbroschüren und die Tatsache, dass die Rote Brücke schon für den zu erwartenden LKW-Verkehr vorbereitet wurde, zeigen eigentlich, dass die Planungen ziemlich sicher auf die Verwendung des Altspülfeldes als Deponiefläche hinauslaufen sollen. (Siehe auch "Warum ich gegen den Schlickberg bin" von Werner Dantziger)

Während des Vortrages von Herrn Glindemann hatten einige Billstedterinnen und Billstedter Atemschutzmasken aufgesetzt, um ihrer Besorgnis bezüglich der zukünftigen Umweltbelastungen während der Einlagerung des METHA-Abfalles auf dem Altspülfeld zum Ausdruck zu bringen.

Im Anschluss nutzte das Publikum ausgiebig die Gelegenheit, die Podiumsteilnehmer zu befragen und auch kritische Kommentare abzugeben. Positiv bleibt festzuhalten, dass sich alle Vertreter der größeren politischen Parteien klar gegen die geplante Schlickdeponie aussprachen.

Am Ende bleibt als Fazit festzuhalten:

Warum soll ausgerechnet Billstedt wieder so ein „schönes“ Geschenk erhalten ?

Diese Frage wurde leider nicht beantwortet.

 

Verfasser: Wolfgang Strauß, AK Schlickberg

 
     

Weihnachten mit Herz | Einladung Weihnachten 2007 | Pressemitteilung | NCL Stiftung | Tag des Ehrenamtes 2007 | Advent der AWO Billstedt | 2. Hamburger Filmfestival | Schnupperwahl 2008 | Podiumsdiskussion | Fastenbrechen 2007 | Ballonaktion

Stand: 12.10.07